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Shomen
Der Shomen-Stil (Shomen = „zentrales Heben“) ist eine moderne Entwicklung und geht im Kern weitgehend auf den Ansatz Toshizane Hondas zurück. Um die Wende zum 20. Jahrhundert hatte sich in Japan entgegen der damals einsetzenden rapiden Verwestlichung eine Gegenbewegung entwickelt, die vernachlässigten traditionellen japanischen Künste neu zu beleben und den modernen Lebensbedingungen anzupassen.
Toshizane Honda (1836 - 1917) war um 1900 Kyudo-Lehrer an der Kaiserlichen Universität Tokyo und hatte einen neuen Stil des Kyudo entwickelt, in den er sowohl Elemente der ursprünglich kriegerischen Bogentechnik als auch zeremonielle Formen des Kyudo der alten Kyudo-Schulen integrierte. Hondas Stil wird bis heute in einer eigenen Schule überliefert. Nach dem 2. Weltkrieg entwickelte die ANKF (All Nippon Kyudo Federation), ähnlich wie Honda das um 1900 getan hatte, auf der Basis technischer und formaler Elemente
der traditionellen Kyudo-Schulen einen neuen, den Shomen-Stil des Kyudo, der heute in Japan mehrheitlich praktiziert wird.
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Heki Ryu Insai Ha
Die Heki Ryu Insai Ha ist eine der wichtigsten traditionellen Schulen des japanischen Bogenschießens. Diese Schule überliefert Danjo Hekis (ca. 1440) effiziente Technik des Bogenschießens. Gemäß den Leitbildern "Kan Chu Kyu - durchdringend treffen,
Ausdauer" und "Seisha
Hichu - korrekte Technik, unbedingtes Treffen" führt dies zu einem technisch anspruchsvollen, komplexen und dynamischen Bewegungsablauf, in dem Kräfte kontinuierlich aufgebaut, gesteigert und in einem kräftigen und kontrollierten Abschuss hineingeführt werden. Dieser Schule gehören heute in Deutschland die meisten Schützen an. Prof. Genshiro Inagaki (1911 - 1995) hat diese Schule 1969 nach Deutschland getragen. Diese wird heute durch seinen Nachfolger
Prof.
Toshio Mori (Bild oben) an der University of Tsukuba fortgeführt.
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